iPad-Revolution

Und gleich noch eine Beichte: Das iPad ist auch so ein Gerät, das ich anfangs vollkommen unterschätzt habe. Zum einen dachte, dass die Geräteklasse Tablet-PC ja immerhin schon etwas älter ist und dann konnte ich mir nicht vorstellen, wie man mit einem Paid-Content-Modell für Software, die man anderswo kostenlos bekommt, erfolgreich sein kann. Von dem geschlossenen Softwaremodell des iPad, bei dem man nur installieren darf, was Apple mag, man ganz zu schweigen.

Aber das iPad ist eine echte Revolution, weil dieses Gerät einfach so furchtbar smart ist. Das Gerät ist leicht und kann auch im Bett benutzt werden, es ist immer an, braucht also nicht gebootet zu werden. Es ist schnell und der Akku hält sehr lange durch. Es gibt keine Lüfter und die Bedienung mit Gesten ist so kinderleicht, dass man einfach keine Bedienungsanleitung dazu braucht, wie man immer wieder an Kindern sehen kann, die das Gerät zum ersten mal in die Hand nehmen.

Kurzum, der Hype um dieses Gerät ist absolut gerechtfertigt und erst, wenn das erste Gerät mit Android herauskommt, das auch nur annähernd so leicht und flüssig zu bedienen ist, erst dann erwächst Apple in diesem Marktsegment eine echte Konkurrenz. So lange nutze ich die kongenialen Apps wie Dropbox, Flipboard, den Browser und einige Spiele, die auch seit dem Zeitalter des C-64 das erste mal wieder richtig Spaß machen.

Auch die jüngst von Apple zur App des Jahres gekürte Welt HD-App finde ich sehr beachtenswert. Hier wird wirklich zum ersten Mal das Konzept realisiert, 4xtäglich journalistisch abgeschlossene “Zeitungen” zum Download anzubieten und nicht einfach entweder nur die Zeitung als App anzubieten oder aber nur die Webseite auf die App zu bringen. Denn am Ende des Tages mag es zwar immer News-Junkies geben, die einen absolut schnellen Zugang zu jeder neuen Informationen haben wollen (das sind die, die in Twitter sehr gut aufgehoben sind) und es mag die normalen Büro- und Privatanwender geben, die sich im Onlinezeitalter nicht auf ein journalistischen Format festlegen lassen wollen und für die die Onlineseiten perfekt sind, aber es gibt eben auch zunehmend Menschen, die zwar aktuell informiert werden wollen, aber eine abgeschlossene Einheit suchen und für die ist doch dieses Konzept eigentlich genau geeignet. Ich denke, dass sich die journalistischen Apps auf kurz oder lang alle in genau diese Richtung bewegen werden.

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