Die Deutsche Bahn und ihr Bancard-Drama geht in die nächste Runde: Die BahnCard Business

Die Bahncard gibt es nun schon seit 1992, 2002 wurde der Versuch der Bahn erfolgreich abgewehrt, die Bahncard 50 abzuschaffen und nur noch die Bahncard 25 anzubieten. Nun hat sich die Bahn wieder eine nette Idee ausgedacht, um mehr Geld mit ihren besten Kunden, den Bahncardbesitzern, zu verdienen.

Denn die Bahn hat die BahnCard Business erfunden. Ab sofort können Großkundenrabatte nur noch mit dieser Bahncard Business erworben werden. Damit “zwingen” große Firmen ihre Mitarbeiter nun, eine Bahncard Business zu erwerben bzw. kaufen eine solche Bahncard, je nach interner Regelung, für ihre Mitarbeiter.

Das alles wäre ja überhaupt nicht schlimm, hätte sich die Bahn dabei nicht ausgedacht, dass es ja für eine Bahncard Business überhaupt gar keine Partnerbahncard mehr geben kann. Eine Partnerbahncard gab es bisher für die Hälfte der Hauptkarte. So zwingt die Bahn nun Partner über ihren Arbeitgeber sich zwei volle Bahncards zuzulegen.

Nur ein Unternehmen, zu dem es praktisch keine Alternative gibt, kann sich einen solchen Umgang mit ihren besten Kunden leisten.

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Eine Antwort auf Die Deutsche Bahn und ihr Bancard-Drama geht in die nächste Runde: Die BahnCard Business

  1. Volkswirt sagt:

    Bei mir gibt´s folgenden Fall:

    Der Mitarbeiter im Reisezentrum scheint das bei der Bestellung der Partnerbahncard zu meiner BC Business nicht gewußt zu haben. Hat also brav die vorläufige BC ausgestellt und den Kaufpreis kassiert. Nun will mir aber die Bahn nicht die endgültige BC zusenden, stattdessen wollen sie den Kaufpreis erstatten und alles Rückgängig machen. Die Begründung ist interessant:

    Angeblich wäre das gar nicht ihre Entscheidung, sondern aus steuerrechtlichen Gründen wären sie dazu gezwungen. Würde meine Partnerin privat eine ermäßigte BC erhalten, nachdem ich dienstlich von meinem Arbeitgeber eine BC Business bekommen habe, wäre das angeblich eine “unerlaubte Voteilsnahme”, die sie verhindern müssten.

    Ich bin da ziemlich skeptisch, ob das nicht einfach nur ein Vorwand ist, insofern habe ich nicht übel Lust, das ganze durchzufechten und bei der Bahn auf der Erfüllung des mit ihr geschlossenen Vertrages zu bestehen. Kennt sich hier jemand mit Steuerrecht aus und kann mir sagen, ob diese Begründung durch die Bahn überhaupt stichhaltig ist?

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