Twitter-Revolution: Ich broadcaste, also bin ich

Ich muss gestehen, dass ich diesmal vielleicht länger als andere gebraucht habe, um die Relevanz von Twitter wirklich zu verstehen. Klar habe ich mir schon vor Jahren die Konzepte von Twitter angesehen. Das gehört einfach zum professionellen Umgang mit dem Internet dazu und Internet-Professionel schimpfe ich mich schließlich. Auch hatte ich sowohl das Konzept des Activity-Streams, auf den Facebook ja mittlerweile ein Patent hält, durchaus ebenso verstanden wie das Konzept von unidirektionalen (im Gegensatz zu Facebooks bidirektionalen) Freundschaftsbeziehungen. Aber die MachtGeschwindigkeit und Wirkkraft, die hinter genau diesem Konzept steht, ist enorm. Ich halte sie auch für noch mächtiger als die letztliche geschlossenen Beziehungskonzepte von Facebook oder Xing. Twitter ist offen, unbegrenzt und einfach.

Der Nutzer kann vor allem auch ganz einfach Teil dieser Bewegung sein, ohne eingeladen werden zu müssen. Er kann Teilhabe erfahren, ohne selbst aktiv teilnehmen zu müssen. Zugleich kann er aber auch alle erreichen, seine Meinungen, Wahrheiten und Gefühle broadcasten. E-Mail war gestern, heute broadcasten wir, also sind wir!

Zum Verständnis wirklich beigetragen haben z.B. auch folgende Visualisierungen: Akshay Java zeigt in seinem Blog, wie explosionsartig sich manche Meldungen verbreiten, die dann etwa bei popurls.com auch den Weg nach ganz oben finden. Explosionsartig sind aber nicht nur einzelne Meldungen, sondern manche Nutzer sind auch geradezu Leuchttürme. Man kann sich dazu etwa die deutschen Twittercharts, besser aber noch die deutschen Twittercharts der Aktiven, ansehen oder dieses Tool hier benutzen. Einen netten Überblick bieten auch die Visualisierungsammlungen von flowingdata.com.

Das einzige, was bei Twitter definitiv nervt, ist die Begrenzung auf 160 Zeichen. Daher habe ich nun diesen Blog hier mit einer echten Zweiwegeintegration zwischen Twitter und WordPress aufgesetzt!

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